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Aktualisiert am 24.04.2009

    Endlösung, die Auflösung der Auffangstelle für herrenlose Hunde auf Porto Santo

    Wir erfuhren es aus der Presse. Die Tageszeitung Diario Noticitas publizierte die Auflösung und den Abtransport am 31.3.2007 von 17 Hunden von Porto Santo zur SPAD nach Madeira, in  das staatlich subventionierte Tierheim Sociedada Protectura dos Animais in Funchal.

    3 Hunde entkamen ihnen anscheinend bei dieser Einfangaktion innerhalb der Station und 16! Hunde wurden, noch auf Porto Santo, sofort getötet! Die Tierheimleitung der SPAD, Suzette Steyn gab, unwidersprochen von Tierärzten und Veterinären der Insel, in alter Unverfrorenheit als Begründung der Tötung an, dass die Hunde Herzwurm hätten und sie wegen der Ansteckungsgefahr!, diese Hunde nicht aufnehmen konnte.

    Jeder weiß in Südeuropa, nämlich dort wo die Herzwurmerkrankung bei Hunden vorkommen kann und mittlerweile weiß man es auch in Mitteleuropa, dass es keine Ansteckung, weder von Tier zu Mensch noch von Tier zu Tier, gibt. Für die Verbreitung dieser Hundekrankheit ist immer ein Zwischenwirt notwendig, hier eine spezifische Mücke.

    Die Herzwurmerkrankung ist äußerlich nicht erkennbar. Sie ist nur durch einen speziellen Bluttest nachweisbar. Und die im Blut nachgewiesene Erkrankung kann mit 2 Spritzen, die innerhalb von 48 Stunden verabreicht werden, geheilt werden.

    Wir von Anima Hilfe für Tiere e. V. haben in all den Jahren unserer tierschützerischen Tätigkeit einige hundert Dirofilaria (Herzwurm) positiv getestete Hunde therapiert, nachgetestet und als negativ getestete, gesunde Hunde vermittelt. Die Schritte dieser Therapie befinden sich seit Jahren auf unserer Homepage unter „Südeuropäische Hundeerkrankungen“. Die Therapieanleitung wurde uns von dem Leiter der Tierklinik VETFUNCHAL auf Madeira, Dr. Eduardo Teixeira übergeben.

    Die Tat einer aussortierten Tötung, nach Äußerlichkeiten, ist verwerflich. Die verlogene, öffentliche Begründung dieser Tötung gibt Aufschluss über Öffentlichkeitsarbeit auf Madeira, die mittlerweile auch gezielt von der SPAD betrieben wird. Schamlos kann alles, ohne Wahrheitsnachweis, erzählt und geschrieben werden. Leserschaft und Bevölkerung hinter-fragen nicht. Ein Aufschrei, eine Resonanz oder Richtigstellung von kompetenter Seite ist nicht zu erwarten.

    Weswegen kam es, zu dieser seit Jahren diskutierten und nun überhitzten Maßnahme der Schließung der Auffangstation für herrenlose Hunde?

    Anfang des Jahres 2007 erfuhren wir, dass 11 Hunde eines Tages in der Auffangstation verendet herum lagen. Sie wurden entsorgt, ohne das ein Veterinär hinzu gezogen wurde. Daraufhin sandten wir am 13.2.2007 ein Schreiben an Bürgermeister Roberto Silva (zum anklicken) mit gezielten Vorschlägen einer, für die Kommune, kostenfreien Verbesserung für die einsitzenden Tiere. Dieser Brief, der in englischer Übersetzung dem Bürgermeister Silva zuging, wurde nicht beantwortet. Diese Vorschläge, von einem ausländischer Tierschutzverein, Kosten der medizinischen Vorsorge ihrer „nationalen“ Tiere zu übernehmen, war wahrscheinlich zu viel und der endgültige Auslöser für die schnelle und überstürzte Auflösung der Auffangstation auf der Insel Porto Santo.

    Anima Hilfe für Tiere e. V. bleibt „am Ball“. In jedem der nachfolgenden Jahre wurden/werden mindestens einmal jährlich Kastrationsaktionen mit VETFUNCHAL durchgeführt, bei denen mindestens jeweils 150 weibliche Tiere kastriert werden. Zwischenzeitlich mit hoher Resonanz bei der Bevölkerung, aber immer mit hohem Kosteneinsatz von Anima Hilfe für Tiere e. V.

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