- Im Herbst 2002 ist auf Porto Santo die Auffangstation für Hunde überfüllt. Es mangelt an Futter, die Tiere sind abgemagert. Nur die Kräftigsten erreichen das Futter
- Nach Meinung des Bürgermeisters von Porto Santo ließe sich die Situation durch die Tötung von erst einmal 50 Hunden verbessern. Der Veterinär bekam den Auftrag, der Bürgermeister verreiste. ANIMA Hilfe für Tiere e. V. sagte die Übernahme von 50 Hunden zu und erreichte mit dieser Zusage, daß die angeordnete Tötung ausgesetzt wurde. Es wäre die erste offizielle Tötung auf Porto Santo gewesen.
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Zwei verwahrloste Hunde von Porto Santo
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Die beiden gut versorgt in Deutschland |
Nach einer Woche waren 10 kleinere Hunde bei uns in Deutschland. Die mit längerem Fell mussten geschoren werden und sahen danach wie zerbrechliche Vögel ohne Federn aus. Die Redaktion von "Herrchen gesucht" des Hessischen Fernsehens, die eine der ersten Informanten der Tötung auf Porto Santo war, ermöglichte einen Auftritt mit 5 Hunden als kleines Rudel.
"Julchen", ein kleiner halb geschorener Mischling, der auf seiner Heimatinsel Porto Santo vielleicht die Karriere eines Fußabstreifers gemacht hätte, wenn er nicht aufgrund seiner körperlichen Schwäche und seiner ungebrochenen
Menschenfreundlichkeit bei den ersten der Getöteten gewesen wäre, hat 46 Anrufe bekommen von Menschen, die einfach entzückt von diesem Hund waren. Alle diese Menschen wollten "Julchen" haben. Zwei Tage nach der Sendung haben wir bei dem 79. Anrufer aufgehört zu zählen. Alle 5 vorgestellten Hunde und noch 3 dazu bekamen ein wunderschönes Zuhause.
Die Anrufer kamen aus allen Teilen der Bundesrepublik, jeder sagte, er suche schon so lange nach einem solchen Hund.
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Julchen nach ihrem ersten Bad in Eschborn/Ts.
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Dieses Beispiel gab Mut, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen! Bis Ende des Jahres 2002 war die versprochene Anzahl von 50 Tieren bei uns. Dies war nur mit hohem finanziellem Einsatz zu erreichen und unter Mithilfe einiger engagierter Menschen, die sich als Flugbegleiter, Flugpaten zur Verfügung stellten.
Bis heute hat ANIMA Hilfe für Tiere e. V. Hunde, meistens Hündinnen, aus dieser Auffangstation heraus geholt und unter Einhaltung aller Auflagen nach Deutschland importiert. Herausragend ist die Organisation, Tiere von einer vergessenen Insel mit der Fähre auf die Hauptinsel zu transportieren, dort medizinisch erst zu versorgen und pünktlich zum Abflug den bereitstehenden Flugpaten zu übergeben.
So sind jährlich 70-80 Hunde zu uns gekommen, teilweise in einem bemitleidenswerten Zustand, aber immer mit dem großen Willen zu leben.
Wir wollen helfen so lange wir können!

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