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Die Herzwurmerkrankung des Hundes ist eine gefährliche Parasiteninfektion, die in Südeuropa und verschiedenen anderen Staaten vorkommt und ihren Hund jederzeit krank machen und sogar töten kann.
Die Krankheit, bei der Würmer sich im Herzen und den benachbarten Arterien befinden, wird durch Stechmücken verbreitet.
Jeder Hund, der den Mückenstichen ausgesetzt ist, (z.B. durch Urlaubsaufenthalte) ist auch der Gefahr der Erkrankung ausgesetzt. Sichtbare Erkrankungszeichen treten erst auf, wenn die inneren Organe schon ernsthaft befallen sind. Die Behandlung der Krankheit ist nicht kostspielig aber für den Hund auch nicht ganz ungefährlich.
Die menschlichste und wirtschaftlichste Lösung ist, Ihren Hund vor der Dirofilariose zu schützen, bevor sie auftritt.
Eine Übertagung der Krankheit auf den Menschen ist nicht möglich.
Was ist der Herzwurm?
Es handelt sich um einen großen, zu den Würmern zählenden Parasiten, der in der rechten Herzvorkammer lebt. Er überlebt, indem er dem Blut des Hundes Nährstoffe entzieht. Der Herzwurm kann eine Länge von 15-30 cm erreichen und bei einem starken Befall können Hunderte dieser Würmer in einem einzigen Hund vorkommen.
Wie schädigt diese Parasitenkrankheit meinen Hund?
Die Ansammlung ausgewachsener Würmer und die Reaktion der Blutgefäße und des Herzens auf diese Würmer kann die Blutzirkulation behindern und Schäden im Herzen, der Lunge und der Leber verursachen.
In einigen Fällen sind die Schädigungen so ausgeprägt, dass sie zum Tod führen.
Wie verbreiten die Stechmücken die Krankheiten?
Sie übertragen diese von infizierten Hunden auf gesunde Hunde.
Im infizierten Tier produzieren die geschlechtsreifen Weibchen kleine unreife Würmer, die sogenannten Mikrofilarien und setzen sie im Blutstrom frei. Wenn nun die Stechmücke den Hund sticht, saugt sie diese Mikrofilarien mit dem Blut ein. In den nächsten 2-3 Wochen entwickeln sich die Mikrofilarien zu infektiösen Larven und immer dann, wenn die Mücke wieder sticht, werden sie auf andere Hunde übertragen. Sind die Larven einmal im Körper des Hundes, entwickeln sie sich weiter und wandern schließlich zum Herzen, wo sie als geschlechtsreife Würmer aufs Neue Mikrofilarien hervorbringen. sind die Symptome der Dirofilariose?
Fatalerweise bewirkt die Dirofilariose viele schwere Schädigungen, bevor Symptome auftreten. Zu dem Zeitpunkt, zu dem es zu Symptomen kommt, ist die Krankheit schon so weit fortgeschritten, dass die Schäden in den Organen nicht mehr rückgängig zu machen sind.
Ein Hund mit Dirofilariose im fortgeschrittenen Stadium zeigt eines oder mehrere der folgenden Symptome:
- Chronischen Husten
- Rasche Ermüdbarkeit
- Kollaps oder Herzschwäche bei Belastung
- Apathie
Bei einem infizierten Hund ist normalerweise eine längere Behandlung erforderlich.
Worin besteht die Behandlung von Dirofilariose?
Heute können die meisten Hunde mit Erfolg behandelt werden.
Es sind 2 Injektionen nötig, um die geschlechtsreifen Würmer zu töten. Danach muss der Hund über einige Wochen in absoluter körperlicher Ruhe gehalten werden. Selbst kleine Anstrengungen können zu schweren Lungenschädigungen führen, die durch die toten Würmer verursacht werden.
Wenn Sie mit Ihrem Hund alle Gefahren nach der Behandlung überstanden haben, muß das Tier noch ein Medikament zur Vernichtung der unreifen Mikrofilarien bekommen. Der letzte Schritt einer erfolgreichen Behandlung ist dann ein anschließender Bluttest. (siehe Therapieplan der Herzwurmerkrankung Dirofilariose)
Woher weiß man, dass der Hund Herzwürmer hat?
Ihr Tierarzt kann mit einem einfachen Bluttest feststellen, ob Ihr Hund infiziert ist
Die Methode ist schmerzlos und normalerweise haben Sie in 10 Minuten das Ergebnis. Ist der Hund nicht infiziert, sollte das Präventions- (Vorbeuge) Programm beginnen.
Wie kann ich der Dirofilariose vorbeugen?
Mit Hilfe des Präventionsprogramms (heart-guard), das mit einer einzigen monatlichen Medikamentengabe die übertragenen Larven des Vormonates vernichtet. Damit wird der Zyklus der Parasiten unterbrochen.
BEGINNEN SIE BITTE MIT KEINEM PRÄVENTIONSPROGRAMM; BEVOR IHR TIERARZT FESTGESTELLT HAT, OB IHR HUND HERZWÜRMER HAT.
Lassen sie sich immer zuerst durch Ihren Tierarzt bezüglich der Diagnose oder Prävention und der Therapie beraten.
(von: VETVUNCHAL, Centro Médico Veterinário, Dr. Eduardo A.C. Teixeira)
Dr. Eduardo Teixeira bei einem Besuch bei ANIMA Hilfe für Tiere e.V. in Eschborn/Ts.
Behandlungsschritte der Dirofilariose:
- Evtl. 7 Tage (1 Woche) Acetylsalicyd = 5 mg/kg zur Blutverdünnung verabreichen. Es eignen sich hervorragend „Miniasal“Tabletten mit 30 mg Acetylsalicylsäure.
- Dann Immiticide auf 2 Injektionen (1ml/10kg) verteilen und im Abstand von 24 Stunden in den Lumbal-Muskel spritzen.
- Evtl. weitere 6 Wochen Acetylsalicyd (wie unter 1. beschrieben) verabreichen. Tritt Husten auf, Cortison geben, d.h. doppelte Menge so wie bei „Fremdeinwirkung“ (1-2 mg/kg) bis zur Besserung. Sofort Acetylsalicylsäure absetzen!
- Nach 6 Wochen subkutan Ivomec, 1 ml/30 kg spritzen. Davor und danach evtl. wieder 7 Tage (1 Woche) Acetylsalicyd, wie unter 1. beschrieben, täglich zur Blutverdünnung eingeben.
- Nach weiteren 6 Wochen kann ein erneuter Bluttest erfolgen. Labortests nur bei Bio control Mainz, PO. 1630, 55006 Mainz. (In diesem Labor sind Testergebnisse bei südeuropäischen Hundekrankheiten gesichert).
- Ist der Bluttest positiv (Larven, aber keine Adulte im Blut), dann erneut evtl.
7 Tage Acetylsalicyd, wie unter 1. beschrieben, verabreichen und Ivomec, wie unter 4. beschrieben, spritzen. Evtl. danach wiederum 7 Tage Acetylsalicyd, wie unter 1. beschrieben, eingeben.
Gegenmittel: Heparin bei Emboliegefahr
Erklärung: Acetylsalicyd = zur Herzstärkung
Immiticide = zur Tötung erwachsener Herzwürmer
Ivomec = zur Tötung der Herzwurmlarven
Prävention: heart-guard v. Firma Merial (USA) Karlsruhe
Prophylaxe: Scalibor Protectorband von Intervet als Halsband oder heart-guard
Barbesiose und Ehrlichiose
werden beim Hund durch Bisse und Blutsaugen spezifischer Zecken ausgelöst. Diese beiden Erkrankungsformen werden bei einigen deutschen Tierärzten noch immer unter den „Reisekrankheiten“ geführt. Sie treten jedoch bereits seit 2003 in Deutschland als Ansteckungsform durch das Vorhandensein dieser Zeckenarten in unserer Natur auf.
Leider erkennt der Tierarzt die Erkrankung oft nicht sofort, da das Krankheitsbild nicht spezifisch ist. Die weißen Blutkörperchen nehmen zu und es erfolgt eine sog. Anämie, die den Hund schwächt und seine Aktivität herabsetzt. Nur ein spezifischer Bluttest gibt Auskunft, ob eine dieser beiden, durch Zecken ausgelöste Krankheit, vorliegt. Das Ausbrechen der Erkrankung ist mit sehr hohen Fieberschüben verbunden und kann bei Nichterkennung tödlich sein. Bei Früherkennung ist durch 2maliges spritzen eines Medikamentes (Barbesiose) und/oder der Verabrechung von Tabletten für eine geraume Zeit (Ehrlichiose) eine Heilung gesichert!
Die beste Vorsorge gegen Zecken ist Exspot. Es sollte prinzipiell in jedem Jahr, ab dem Monat April, für die kommenden Sommermonate, (6 Portionen für 6 Monate), verabreicht werden. Die Behandlung ist denkbar einfach, die Flüssigkeit wird in den Nacken des Tieres eingerieben. Exspot vertreibt jede Tierarztpraxis.
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