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Aktualisiert am 22.07.2008

    Die Fütterung der Hunde nach Logik und mit Vernunft.

    Fertigfutter in Dosen und die verschiedenen Trockenfutter sind als allein seligmachende Kost für den Hund nicht empfehlenswert.
    Und warum nicht? Weil jeder Konservierungsprozess die Vitalität der Nahrung herabsetzt und die Qualität durch die anschließende Lagerung Einbußen erleidet.
    Konserve ersetzt immer etwas, hier natürlich die Frischkost. Die Frischkost ist und bleibt, besonders für wachsende Junghunde, das Allerbeste.
    Hunde vertragen auch oft bestimmte Fabrikate nicht, d.h. sie stürzen sich zwar förmlich auf diese, weil sie einen chemischen Lockstoff enthalten und futtern sie gerne und jederzeit. Leider wird durch die Beimischung des Duftstoffes auch die Sättigungsschranke eingerissen. Diese Tiere wissen dann praktisch nicht mehr, wenn sie satt sind und aufhören müssen. Demzufolge nehmen sie schnell an Gewicht zu. Manche Hunde mögen dann glücklicherweise plötzlich das Fertigfutter nicht mehr und rühren es nicht an. Andere dagegen werden süchtig und steuern in eine Hautkrankheit oder einen Ohrenzwang o.ä. hinein, die der noch gesunde Organismus dann als Ventil benutzt, um diese Toxine wieder loszuwerden.

    Eine ausschließliche Fleischfütterung ist ebenso wie eine fleischlose Kost nicht empfehlenswert. Gerade letztere wird zwar vom Hund ertragen bzw. toleriert aber es hat schon seinen Grund warum die Natur dem Hund ein Raubtiergebiss und einen kurzen "Fleischfresserdarm" (im Gegensatz zu den langen "Pflanzenfresserdärmen") mitgegeben hat.
    Über die Fütterung des Hundes sind zahlreiche Bände geschrieben worden. Es gibt zu diesem Thema zahlreiche Ansichten und Fütterungsvorschläge. Wir wollen diese Sammlung nicht noch vergrößern, sondern nur kurz feststellen, dass eine Menge von Hunden, die eine Reinigungskur verschrieben bekommen haben dann – weil sie die dort vorgeschriebene Diät so gut vertragen haben- in dieser Art weiter gefüttert wurden und hochbetagt gestorben sind, ohne je wieder ernstlich krank geworden zu sein und einen Tierarzt gesehen zu haben.
    Die spricht eindeutig für die harmonische Zusammensetzung:

    1 Teil rohes Fleisch
    1 Teil Getreidekost
    2 Teile pflanzliche Kost

    Die Hunde befanden sich meistens in ihrer Lebensmitte und gerade für die zweite Lebenshälfte ist dies eine ausgezeichnete Kost.

    Im Allgemeinen hat sich folgende Formel durchgesetzt:

    Junghund (bis 18 Monate): 2 Teile Fleisch ,1Teil Getreide - pflanzliche Kost
    Erwachsener Hund: 1 Teil Fleisch, 2 Teile Getreide - pflanzliche Kost
    Alternder Hund (ab 7. Jahre)1 Teil Fleisch, 1 Teil Getreide, 2 Teile pflanzliche Kost

    Dieses gilt für alle Hunde, die nicht arbeiten müssen, also weder Jagd- noch Diensthunde sind, die also das "normale Hundeleben" führen. Beim alternden Hund ist zu berücksichtigen, daß mit zunehmendem Alter sehr häufig die Fähigkeit nachlässt, das Eiweiß bis zur letzten Stufe abzubauen. Die letzte Stufe ist Harnstoff, der leicht die Nieren passiert. Die Vorletzte jedoch ist die Harnsäure, welche die Nieren schwer passiert und auf dieser Stufe bleibt der durch das Alter oder andere Ursachen geschädigte Eiweiß-Abbau stehen. Diese Harnsäure wird dann in der Muskulatur und anderen Organen abgelagert und kann zu Folgekrankheiten führen. Zunächst, für jeden sichtbar, findet die Ablagerung in der Lendenmuskulatur mit Schwellung der befallenen Partie und Schmerzhaftigkeit bei leichtem Druck statt. Diese Tiere setzen sich dann leicht nieder, wenn man an diesen Stellen drückt, springen lange nicht mehr so froh und unbeschwert und auch das Treppenlaufen ist ihnen zuwider. (Harnsäure Diathese)
    Deswegen ist die Reduzierung des Fleischanteils dann immer lebensverlängernd. Man kann in jedem Falle den Eiweißanteil ergänzen durch Hinzunahme von Milchprodukten (Eiweiß vom lebenden Tier), die ebenso nährend aber viel leichter verträglich sind wie z.B. Magerquark und Joghurt. Auch Eier gehören hierher.

    Wer nicht so darauf aus ist, seinen Hund nach Vorschrift oder einem Schema zu ernähren, wer auch nicht viel von Fertigfutter oder Futterkonserven hält, der wird so füttern, wie der Hund seit Jahrtausenden ernährt wurde: von dem, was der Mensch ihm von seiner Nahrung zukommen ließ, von dem, was der Mensch ißt.

    Wenn diese Speisen abwechslungsreich und nicht sehr gewürzt sind, dann wird auch diese Kost gut vertragen - trotz aller Reklame der Industrie.

    (Auszugsweise nach Dr. Wolf, Frankfurt)
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