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Aktualisiert am 22.07.2008

    Der Mischlingshund, ein Geschenk der Natur.

    Oft werden wir gefragt, "was ist eigentlich ein Mischlingshund?" und oft kommt der nachgeschobene Satz "Meine Schwester, Onkel, Tante hat auch einen Mischling, das ist ein Rottweiler-Dobermann-Mix"
    Das ist eben kein Mischling, sondern ein zwischen zwei Rassen gemixtes Tier. Oft werden diese Tiere im Einverständnis der jeweiligen Tierhalter gezeugt, geboren und als "Mischlingshunde" später angeboten.
    Selbst "Hobbyzüchtern" ist mittlerweile klar, dass, wenn es überhaupt eine Nachfrage nach Hunden gibt, der Mischlingshund an erster Stelle steht.
    Deutsche Tierhalter haben die oft qualvolle, teure Erfahrung mit den sogenannten "rassetypischen Krankheiten" und der Kurzlebigkeit ihrer Zuchthunde gemacht.
    Tierärzten und Veterinären fallen bei jeder gezüchteten Hunderasse sofort die
    spezifischen Leiden, Mißbildungen und typischen Auffälligkeiten ein.

    Zwergrassen
    Zwergformen von Yorkshire-Terriern, Shi-Tsu, Chihuahua, Rehpinscher, Pudel, Schnauzer leiden häufig unter:
    • Mißbildungen im Knie- und Hüftgelenk
    • Zusammenklappen der Luftröhre durch mißgebildete Knorpelstützringe
    • Unvollständigem Zahnwechsel, Neigung zu Parodontose
    • Problemen bei der Geburt durch zu enges Becken
    Kurzschnauzige Rassen
    Mops, Pekinese, Bostonterrier, französischer Bullie, neigen zu:
    • Atembeschwerden, Nasenschleimhautentzündungen durch die gestauchte Nase
    • Erkrankungen im Rachen – und Kehlkopfbereich. Erstickungsgefahr bei Aufregung und Hitze durch den zu engen Rachen, das zu lange Gaumensegel und die mächtige Zunge.
    • Geburtsprobleme durch zu großen Kopf der Welpen
    Ausgefallene Extremzucht
    Dem chinesischen Faltenhund (Shar-Pei) wurden übermäßig viele Hautfalten angezüchtet
    • Erkrankung der Augen wegen zu enger Lidspalte
    • Nässende Ekzeme zwischen den Hautfalten
    Große Rassen
    Die Leiden großer Hunde wie Deutscher Schäferhund, Bernhardiner, Basset, Berner Sennhund, Mastino, Dogge sind:
    • Bandscheibenvorfälle
    • Bindehautendzündungen bei Hunden mit "Triefaugen" wegen zu weiter Lidspalte
    • Herzfehler
    • Mißbildungen des Hüft- und Ellenbogengelenks
    Züchterehrgeiz und Besitzerstolz haben im Laufe der Zeit immer ausgefallenere Hunderassen hervorgebracht. Daß sich dadurch Erbkrankheiten entwickeln, nahm man billigend in Kauf. Erst durch das Tierschutzgesetz von 1986 wurde diese Art von "Defektzucht" offiziell verboten. Es ist zu hoffen, daß das Bestreben, nicht nur schöne, sondern auch gesunde Hunde zu züchten, zunimmt.
    Der Rassehund wird nach Aussehen (Größe, Körperform, Fell , Augenfarbe) und nicht nach Charakter und Intelligenz gezüchtet. Bei manchen Rassen zusätzlich nach ihrem Aggressionsverhalten.
    Inzucht, schlechte Haltung und Ausbeutung der Hündinnen als Geburtsmaschine erzeugen weitere Defekte und Schäden. Die Nachfrage in unseren immer enger werdenden Lebensräumen geht aber nach einem gesunden, verträglichen, intelligenten Hund, einem Hund, den man auch in der Wohnung halten kann, der Treppen läuft, nicht sinnlos kläfft und durch sein oft witziges Aussehen die Herzen der kleinen und großen Menschen öffnet.
    Mischlingshunde sind "mehrrassig", ohne Ahnentafel und Elternnachweis. Wir finden sie nur dort, wo sie sich noch frei vermehren. Beide Eltern haben schon die besten Eigenschaften. Die Welpen werden meistens in der freien Natur geboren, nur die Stärksten kommen durch. Es sind Rudeltiere die durch das Muttertier beste soziale Eigenschaften mit wenig Aggressionen gegen andere Hunde vermittelt bekommen.
    Damit ist der Grundstein für das für uns so angenehme Verhalten gelegt. Sie akzeptieren uns als Rudelmitglied.
    Die Vorzüge der Mischlingshunde werden in Deutschland immer mehr Menschen bewußt. Menschen die keine Vorzeige- oder Prestigeobjekte haben wollen tragen mit ihrer Einstellung zur weiteren Verbreitung von Mischlingshunden bei.

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