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Aktualisiert am 22.07.2008

    Aktuelle Empfehlungen zur Parasitenprophylaxe bei Hunden

    Prophylaxe gegen Flöhe

    Flöhe gelten als mögliche Überträger eines breiten Spektrums von Krankheitserregern. Der Floh ist damit nicht allein hygienisch relevant, sondern eindeutig ein medizinisches Problem. Um eine Übertragung von Erregern beim Saugakt des Flohs vorzubeugen, empfiehlt sich z. B. eine Behandlung mit „Advantage“, da der Wirkstoff „Imidacloprin“ beim Floh innerhalb von fünf Minuten zu einer Lähmung des Kauapparates führt und damit Stich und Regurgitieren unterbindet.

    Fachgerecht entwurmen

    Wenn entwurmen, dann mind. 3 x jährlich, führende Parasitologen raten zu Behandlungen gegen Würmer viermal jährlich, im Abstand von 3 Monaten! Und zwar unabhängig davon, ob die Untersuchung einer Kotprobe zum Zeitpunkt der Behandlung positiv oder negativ ausfällt.

    Ihr Tierarzt hält die neuesten, erprobten Mittel bereit. Momentan „Milbemax“ von Novartis,

    1 Tabl. (5-25 kg), 2 Tabl. (25-50 kg) oder Drontal Plus, 1 Tabl. für 10 Kg.

    Immer auf das aktuelle Gewicht des Hundes zu verabreichen.

    Prophylaxe gegen Zecken

    Die Borreliose wird durch unsere heimische Zecke bei Hund und Mensch, die Babesiose und Ehrlichiose werden beim Hund durch Bisse und  Blutsaugen spezifischer Zecken ausgelöst. Diese beiden letztgenannten Erkrankungsformen werden bei einigen deutschen Tierärzten noch immer unter den „Reisekrankheiten“ geführt. Sie treten jedoch bereits seit 2003 in Deutschland, durch das Vorhandensein spezifischer Zeckenarten in unserer Natur, auf.

    Leider erkennt der Tierarzt die Erkrankung oft nicht sofort, da das Krankheitsbild nicht spezifisch ist. Die roten Blutkörperchen werden geschädigt und es erfolgt eine sog. Anämie, die den Hund schwächt und seine Aktivität herabsetzt. Nur ein spezifischer Bluttest gibt Auskunft, ob eine dieser beiden, durch Zecken ausgelöste Krankheit, vorliegt. Das Ausbrechen der Krankheit ist mit sehr hohen Fieberschüben verbunden und kann bei Nichterkennung tödlich sein.

    Bei Früherkennung ist durch 2-maliges spritzen eines Medikaments (Babesiose) und/oder der Verabreichung von Tabletten (Ehrlichiose) eine Heilung gesichert!

    Die beste Vorsorge gegen Zecken sind Repellentien, wie „Advantix“, das den Saugakt der Zecke verhindert oder „Exspot“ von der Firma Essex, das prinzipiell jedes Jahr ab April, für die kommenden Sommermonate (6 Portionen für 6 Monate), verabreicht werden soll. Die Behandlung ist denkbar einfach, beide Mittel vertreibt der Tierarzt.

    Ursula Rossa 1. Vors.

    Anima Hilfe für Tiere e. V.

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